Задание 15 ЕГЭ 2027 по немецкому языку: Причина и следствие

Задание 15 ЕГЭ 2027 по немецкому языку — «Причина и следствие»: высокий уровень, 1 балл из 82 первичных за всю работу, ответ — одна цифра — от 1 до 4. На номер стоит закладывать около 2 минут, на всю работу даётся 3 часа 27 минут. С чего начать: отмечайте связки причины и следствия, пока читаете текст в первый раз.

По данным ФИПИ, на экзамене 2026 года задание 15 выполнили в среднем 79,4 % участников. Источник — методические рекомендации ФИПИ по итогам экзамена 2026 года, приложение, с. 44.

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Для выпускников 2026/2027 учебного года — экзамен в июне 2027 · страница обновлена

Материал сверен с официальными документами ФИПИ и Рособрнадзора · как мы это проверяем. Первоисточник: Проект спецификации КИМ ЕГЭ 2027 по немецкому языку: приложение «Обобщённый план варианта КИМ», задание 15 (файл «ИНЯЗ-11 ЕГЭ 2027 СПЕЦ.pdf» в архиве ФИПИ); Методические рекомендации ФИПИ по итогам экзамена 2026 года: немецкий язык, приложение, с. 44; ФИПИ: демоверсии, спецификации и кодификаторы ЕГЭ 2027.

Что проверяет задание 15 и сколько баллов оно даёт?

Проверяет понимание связей внутри текста: почему произошло событие и к чему привело решение. Автор редко называет причину прямо — она вытекает из соседних абзацев или вводится союзами da, weil, denn, deshalb, folglich, infolgedessen, которые легко спутать между собой.

Задание 15 ЕГЭ 2027 по немецкому языку коротко
Уровень сложностивысокий
Максимальный балл1 балл
Форма ответаодна цифра — от 1 до 4
Сколько минут закладывать2 минуты
Выполнили в 2026 году79,4 % участников (ФИПИ)
Коды кодификатора
  • 1.6 Чтение — полное и точное понимание информации текста (немецкий)

Как решать задание 15 ЕГЭ по немецкому языку?

  1. Отмечайте связки причины и следствия, пока читаете текст в первый раз.
  2. Разграничьте причину и просто предшествующее по времени событие.
  3. Проверьте направление связи: что здесь причина, а что результат.
  4. Сверьте выбранный вариант с текстом, а не с житейской логикой.

Как решается задание 15 на примере?

Пример с решением и ответом
Der Nachtzug endete unerwartet in einer kleinen Grenzstadt. Ein Sturm hatte Bäume auf die Strecke geworfen, erklärte die Lautsprecherstimme, zuerst auf Polnisch, dann auf Deutsch. Die Weiterfahrt sei frühestens am Morgen möglich. Niemand glaubte dem Wort „frühestens“, aber alle stiegen aus.

Ich wollte nur weg. Der Wartesaal hatte keine Steckdosen, das Bahnhofscafé schloss vor unseren Augen, und auf meiner Fahrkarte stand ein Anschluss, der längst ohne mich weiterfuhr. Neben dem Fahrkartenschalter saß ein Junge mit einem Cellokasten. Seine Großmutter verteilte Äpfel aus einer Stofftasche. Einen bot sie mir an; ich lehnte ab, als könne die Annahme bedeuten, dass ich mich mit der Nacht abgefunden hätte.

Gegen Mitternacht ging das Licht für einige Minuten aus. Jemand schaltete die Taschenlampe seines Telefons ein, dann noch jemand. Der Junge öffnete seinen Kasten, nicht um zu spielen, sondern um eine kleine Decke herauszunehmen. Er legte sie seiner Großmutter über die Knie. Später erzählte sie mir in einem Gemisch aus Deutsch und Polnisch, ihr Enkel fahre zu einem Vorspiel. Ich verstand nur die Hälfte, doch als sie mit zwei Fingern einen zitternden Bogen nachahmte, verstand ich genug.

Wir hörten die ganze Nacht die Güterzüge draußen, obwohl für uns angeblich kein Gleis frei war. Kurz vor fünf brachte der Bahnhofsvorsteher eine Kanne Tee. Er konnte nichts beschleunigen und entschuldigte sich nicht dafür. Er stellte nur Pappbecher auf das Fensterbrett. Diesmal nahm ich auch den Apfel.

Als unser Zug endlich einfuhr, spielte der Junge drei leise Töne. Mehr nicht. Die Leute klatschten trotzdem. Vom Fenster aus sah ich den Wartesaal kleiner werden. Auf der Karte war die Stadt weiterhin bloß ein Punkt zwischen zwei Ländern. Für mich war sie das nicht mehr.
Lesen Sie den Text und wählen Sie die richtige Antwort auf die Frage aus den Varianten 1–4.

Welche Aussage wird durch den gesamten Text bestätigt?
  1. Die Erzählerin erkennt, dass auch ein unfreiwilliger Aufenthalt Bedeutung gewinnen kann.
  2. Die Erzählerin beschließt, ihre geplante Reise endgültig abzubrechen.
  3. Der Bahnhofsvorsteher organisiert für alle Reisenden eine Unterkunft.
  4. Die Mitreisenden verbringen die Nacht hauptsächlich mit politischen Diskussionen.
Решение. Сначала рассказчица воспринимает вокзал лишь как досадную остановку и хочет поскорее уехать. Разговоры, ночные звуки и короткая встреча с людьми превращают ожидание в самостоятельный опыт. Утром она замечает, что пограничный город уже не кажется пустым местом между двумя пунктами пути. Ответ: 1) Die Erzählerin erkennt, dass auch ein unfreiwilliger Aufenthalt Bedeutung gewinnen kann.

Задание и решение — из банка тренажёра НейроМиши по теме задания 15; это не задание из открытого банка ФИПИ.

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4 задания 15 номера с проверкой ответа — здесь же, без регистрации.

  1. Задание 1 из 4

    In der Werksküche begann die Schicht um fünf. Marta kam stets als Erste, weil der Weg durch die leeren Straßen dann noch kontrollfrei war. Sie band die Schürze um, zündete nur eine Lampe an und setzte sich vor den Berg Kartoffeln. Die großen kamen in den Kessel, die kleinen in einen Eimer unter dem Tisch. Der neue Küchenleiter bemerkte den Eimer am dritten Tag. „Zu viel Abfall“, sagte er und hob eine Schale hoch. An ihr hing fast so viel Kartoffel wie vorher an der Knolle. Marta senkte den Kopf. Sie könne das Messer nicht mehr richtig halten, behauptete sie. Ihre Hände seien von der Kälte steif. Das klang glaubhaft. Die Fenster waren innen gefroren, und selbst das Wasser im Krug trug morgens eine dünne Haut aus Eis. Trotzdem hatte Marta beim Nähen nach Feierabend die sichersten Finger von allen. Sie setzte kleine Stiche, ohne hinzusehen. Mittags trug der Hausmeister den Eimer zum Müllplatz. Hinter dem Kohlenraum wartete bereits Martas zwölfjähriger Bruder. Er nahm die Schalen, wusch sie am Pumpbrunnen und kochte sie abends mit zwei Rüben. Davon wusste in der Küche niemand außer dem Hausmeister. Als die Kontrollen strenger wurden, schälte Marta eine Woche lang sparsam. Der Eimer blieb beinahe leer. Ihr Bruder sagte nichts, aber er begann beim Gehen die Hand an der Wand entlangzuführen. Danach wurden die Schalen wieder dicker. Der Küchenleiter schimpfte. Marta zeigte ihm ihre roten Finger und entschuldigte sich. Er glaubte ihr noch einmal — vielleicht auch, weil er an diesem Tag selbst eine Kartoffel in der Manteltasche nach Hause trug.

    Прочитайте текст и выберите правильный ответ на вопрос из вариантов 1–4. Warum ließ Marta die Kartoffelschalen besonders dick? 1) Sie hatte wegen der Kälte kein Gefühl mehr in den Fingern. 2) Sie wollte daraus heimlich eine zusätzliche Mahlzeit zubereiten. 3) Der Küchenleiter hatte eine neue Art des Schälens angeordnet. 4) Sie hielt die kleinen Kartoffeln für verdorben.

    Показать ответ
  2. Задание 2 из 4

    An den Nachmittagen saß Paul gewöhnlich auf der untersten Treppenstufe. Von dort konnte er durch das schmale Fenster ein Stück Straße sehen. Jeder Lastwagen, der langsam um die Ecke kam, ließ ihn aufspringen. Seit der Feldpostbrief im Februar ausgeblieben war, wartete er auf den Briefträger, obwohl der längst vorübergegangen war. Frau Kerner sagte nie, dass das Warten nichts nützte. Sie stellte nur den Topf mit der dünnen Suppe auf den Herd und schob das Holz tiefer in die Glut. An diesem Dienstag war der Himmel schon dunkel, als Paul noch immer auf der Stufe saß. Im Hausflur zog es. Seine Finger waren blau vor Kälte. „Komm in die Küche“, sagte sie. „Ich höre ihn sonst nicht.“ „Heute kommt niemand mehr.“ Paul antwortete nicht. Frau Kerner ging ins Schlafzimmer und öffnete den hohen Schrank. Hinter der Bettwäsche stand eine Blechschachtel. Darin lagen Knöpfe aus vielen Jahren: glänzende vom Sonntagskleid, schwere aus Horn, winzige aus Perlmutt. Sie trug die Schachtel in die Küche und schüttete alles auf den Tisch. „Wir müssen sie sortieren“, erklärte sie. „Die dunklen hierhin, die hellen dorthin. Und die mit vier Löchern zählen wir extra.“ Paul kam nur widerwillig. Bald stritt er mit ihr darüber, ob ein grüner Knopf zu den dunklen gehöre. Dann entdeckte er einen messingfarbenen mit einem Anker und erfand die Geschichte eines Kapitäns, der ihn verloren hatte. Als die Küchenuhr neun schlug, war die Straße längst still. Am nächsten Morgen lagen die Knöpfe noch auf dem Tisch. Frau Kerner nähte keinen davon an. Sie schob sie langsam zurück in die Schachtel und stellte diese wieder hinter die Bettwäsche.

    Прочитайте текст и выберите правильный ответ на вопрос из вариантов 1–4. Warum nahm Frau Kerner die Schachtel mit den Knöpfen aus dem Schrank? 1) Sie wollte einen passenden Knopf an Pauls Mantel nähen. 2) Sie plante, die Knöpfe gegen Lebensmittel einzutauschen. 3) Sie suchte darin einen Brief ihres vermissten Sohnes. 4) Sie wollte Paul mit einer Beschäftigung vom Warten ablenken.

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  3. Задание 3 из 4

    Im Flur standen die Stiefel ihres Vaters seit Jahren unter der Garderobe. Das Leder war grau geworden, die Sohlen lösten sich an den Spitzen. Der Vater behauptete, er brauche sie nicht mehr. Wenn es regnete, zog er trotzdem seine dünnen Halbschuhe an und kam mit nassen Socken nach Hause. Klara nahm die Stiefel eines Morgens mit, als er beim Arzt war. Der alte Schuster in der Nebenstraße prüfte die Nähte und nannte einen Preis. Klara erschrak. Sie legte das Geld auf den Tisch, das sie für einen Wintermantel zurückgelegt hatte, und bat ihn, die Stiefel in Papier zu wickeln, wenn sie fertig seien. Ihr Vater bemerkte das leere Stück unter der Garderobe sofort. Klara sagte, sie habe dort sauber gemacht. Das war nicht einmal ganz gelogen. Sie wusste, wie er auf Ausgaben für sich selbst reagierte: Er rechnete Brotlaibe, Kohlen und Straßenbahnfahrten vor, bis jedes Geschenk wie eine schlechte Entscheidung klang. Seit den knappen Jahren konnte er Dinge nur annehmen, wenn sie angeblich nichts gekostet hatten. Eine Woche später stellte Klara die reparierten Stiefel zurück. Der Vater strich über das neue Leder und fragte nach der Rechnung. »Der Schuster schuldete mir einen Gefallen«, sagte sie. Er sah sie lange an. Dann zog er die Stiefel an, ging einmal durch den Flur und stellte nur fest, dass es draußen wohl bald regnen werde.

    Прочитайте текст и выберите правильный ответ на вопрос из вариантов 1–4. Warum verschwieg Klara dem Vater zunächst, dass sie seine Stiefel reparieren ließ? 1) Sie fürchtete, er würde die Reparatur als unnötige Ausgabe ablehnen. 2) Sie hatte die Stiefel ohne seine Erlaubnis verkauft. 3) Der Schuster hatte ihr verboten, darüber zu sprechen. 4) Sie wollte die Stiefel später selbst tragen.

    Показать ответ
  4. Задание 4 из 4

    Nach dem Krieg fuhr Herr Vogel einen alten Stadtbus, dessen Türen nur mit einem kräftigen Ruck schlossen. Tagsüber brachte er Arbeiter zur Fabrik und Kinder zur Schule. Zweimal in der Woche blieb er auch nachts im Dienst. Dann gab es keinen Fahrplan. Eine Krankenschwester rief im Depot an, ein Bäcker brauchte Mehl vom Güterbahnhof, oder eine Familie wartete mit einem kranken Kind am anderen Ende der Stadt. Der Werkmeister sagte oft, Vogel solle die zusätzlichen Fahrten den Jüngeren überlassen. Sein linkes Knie war seit dem Winter an der Front steif, und nach langem Sitzen musste er sich am Lenkrad hochziehen. Vogel winkte ab. Er kannte jede Stelle, an der der Asphalt fehlte, und wusste, welche Brücke auch bei Hochwasser offen blieb. Eines Nachts stieg eine Frau mit zwei Koffern ein. Sie bot ihm eine silberne Brosche für die Fahrt an. Vogel legte sie ihr wortlos zurück in die Hand. Am Bahnhof wartete er, bis ein Zugbegleiter der Frau einen Platz gezeigt hatte. Erst dann fuhr er ins Depot. Am Morgen schlief er auf einer Bank in der Werkstatt ein. Der Werkmeister deckte ihn mit einer öligen Jacke zu und schrieb die Nachtfahrt nicht in das Fahrtenbuch. Für solche Wege, meinte er später, habe die Stadt ohnehin keine passende Spalte.

    Прочитайте текст и выберите правильный ответ на вопрос из вариантов 1–4. Was lässt sich aus dem Text über Herrn Vogels nächtliche Arbeit schließen? 1) Er wollte mit den zusätzlichen Fahrten mehr Geld verdienen. 2) Er hoffte, auf den Strecken ehemalige Kameraden zu treffen. 3) Er half Menschen, obwohl die Fahrten ihn anstrengten. 4) Er fuhr nachts, weil er tagsüber Angst vor den Straßen hatte.

    Показать ответ

На чём теряют баллы в задании 15?

  • Меняют причину и следствие местами.
  • Принимают за причину обстоятельство, названное рядом, но не связанное с событием.
  • Достраивают объяснение из общих знаний, которого в тексте нет.
Совет на экзамене

Союз da в начале предложения означает «поскольку», а не «там». Ошибка в его чтении переворачивает логику всего абзаца.

Коротко

Вопросы про задание 15

Что проверяет задание 15 ЕГЭ по немецкому языку — «Причина и следствие»?

Проверяет понимание связей внутри текста: почему произошло событие и к чему привело решение. Автор редко называет причину прямо — она вытекает из соседних абзацев или вводится союзами da, weil, denn, deshalb, folglich, infolgedessen, которые легко спутать между собой.

Сколько баллов даёт задание 15 ЕГЭ по немецкому языку?

Максимум 1 балл из 82 первичных баллов всей работы; уровень сложности — высокий.

Как записывать ответ в задании 15?

Форма ответа — одна цифра — от 1 до 4. Ответ сверяется с эталоном автоматически, поэтому переносите его в бланк ответов № 1 без пробелов и лишних знаков.

За что снимают балл в задании 15 ЕГЭ по немецкому языку?

Чаще всего на этом: меняют причину и следствие местами; принимают за причину обстоятельство, названное рядом, но не связанное с событием; достраивают объяснение из общих знаний, которого в тексте нет.

Какие темы нужно знать для задания 15?

По кодификатору ФИПИ задание 15 опирается на разделы: Чтение — полное и точное понимание информации текста (немецкий).

Какие типы заданий встречаются в задании 15 ЕГЭ по немецкому языку?

В банке тренажёра НейроМиши задание 15 встречается в таких вариантах: позиция автора; вывод из всего контекста; причина поступка героини; вывод о поступках героя; мотив поведения персонажа.